Historie und Kulturgüter

10. 11. 08
posted by: Admin
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Fast achthundert Jahre in Kurzform
  


Herforst wurde erstmals 1261 urkundlich erwähnt, als Herengaresvorst

bzw. Hergersforst.

 

2011 feierten wir "750 Jahre Herforst".
 

 

Seit dem frühen 14. Jahrhundert bis 1794 gehörte Herforst zur luxemburgischen Grafschaft Seinsfeld.

Dabei bildeten bis zum 16. Jahrhundert nur ca. 14 bis 16 Gehöfte unseren Ort. Erzvorkommnisse, nach denen hier gegraben und nach Eichelhütte zur Schmelze gebracht wurden, sorgten zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts für ein rasches Anwachsen des Ortes. Nachdem die Förderung von Eisenerz zurückging, folgten das Brennen von Holzkohle sowie die Verarbeitung von Sandsteinen.

Tonstecher-kleinDer Herforster Sandstein war geschätzt und wurde bei vielen Bauwerken an der Mosel und in der Eifel verwendet. Ende des achtzehnten Jahrhunderts begann schließlich die Förderung von Ton. Gleichzeitig gab es auch Tonbrennereien in unserem Ort.

Landwirtschaft-kleinAnfang des 19. Jahrhunderts ging die Verarbeitung des Sandsteins stark zurück und viele Familienväter suchten in der Landwirtschaft ihren Broterwerb. Ein Strukturwandel hat aber auch hier die bäuerliche Landbewirtschaftung auf nur noch wenige Nebenerwerbslandwirte abschmelzen lassen.

 Die Herforster Bewohner wurden im früheren Volksmund auch gerne Heerbischda Beschkläpa” genannt.

Dabei steht diese Bezeichnung zweifellos für die Nähe und den besonderen Bezug der “Heerbischda” zu ihrem Wald, der ursprünglich sogar bis an den alten Ortskern heran reichte und vielen Bewohnern Material zum Hausbau, zum Heizen und auch Brot spendete.

Auch heute lädt dieser Naturraum, der Herforst auf drei Seiten umschließt und zudem durch einige Zeugnisse unserer römischen Geschichte bereichert wird, alle Naturliebhaber gerne zu einem ausgedehnten Spaziergang ein.Langmauer2-klein

 


Sicher einen Abstecher wert ist die Nachbildung eines Teilstücks der Römermauer in Herforst, an der L46 Richtung Trier gelegen. Die Mauer wurde vom Herforster Heimat- und Kulturverein aus Originalmaterial erbaut, welches in Ortsnähe freigelegt wurde. Inzwischen ist diese Nachbildung Bestandteil einer Reihe von über 100 Sehenswürdigkeiten im Rahmen des Projekts „Straße der Römer”. Das Projekt beruht auf einer Initiative der rheinland-pfälzischen Tourismusagenturen und verbindet die römischen Sehenswürdigkeiten der Ferienregionen Mosel-Saar, Eifel, Hunsrück, Saarland und Luxemburg.

 

 


Kulturgüter in und um Herforst auf einer großen Karte  zeigen:Kulturgüterkarte