Trotz Enttäuschung: "Unser Herforst HAT Zukunft"

posted by: Pick Werner
Erstellt: 22 Mai 2018
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Deckblatt BroschüreNach viel Engagement sowie einem positiven und anerkennenden Resümee der Jurymitglieder beim Abschlussgespräch im Rahmen ihres  Ortsbesuches, ist die Enttäuschung über das Abschneiden der Ortsgemeinde Herforst im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ groß. Wir werden noch einige Zeit brauchen, um zu überdenken, warum das alles so gelaufen ist.

 

 

Wir gratulieren der Gemeinde Eisenach als Kreissieger in der Hauptklasse und den Gemeinden Bettingen und Nasingen zu Platz 2 und 3.

Über die Entscheidung der Kreiskommission gab es übrigens für uns keine Information, sondern nur eine entsprechende Pressemitteilung im TV.

 

Die Ortsgemeinde Herforst hatte sich gut auf den Wettbewerb vorbereitet, die Weiterentwicklungen und Vorhaben (etwa bei der Innenentwicklung) genau dokumentiert und beim Weg durch den Ort die gewählten Schwerpunkte Kindergarten, Kirche mit Kirchenumfeld, Pfarrheim, Bebauungsplan- Ortsmitte, Friedhof, Maisbachweiher, Sportanlage, Betriebsbesuch bei der Firma Seitz-Stahlbau, Langmauer mit dem Forschungsprojekt Römische Töpfereien, Dorf in der Landschaft und Wir-Projekt  der Jury, sehr nachhaltig präsentiert.Ortsbegehung Sportanlage

  

Natürlich kann man bei einer Zeitvorgabe von gut 2 Stunden für einen Ortsrundgang nicht unser Dorf als Ganzes zeigen. Sicherlich gibt es bei uns auch noch einige "Baustellen" und Vorhaben, deren  Abarbeitung und Umsetzung längere Zeiträume brauchen. Wir sind aber nach wievor der Meinung, Herforst´s Potenziale sehr gut auf die Ausschreibungsanforderungen von „Unser Dorf hat Zukunft“ passend in einer Präsentation dokumentiert zu haben. Damit hat das Vorbereitungsteam die Hausaufgaben genau so gemacht, wie es die Ausschreibungsregeln verlangen.

 

 

Ortsgegehung Kita

Wenn nun bei der Bewertung der Erhalt und neue Nutzungen historischer Gebäude und Bauernhöfe  höchste Priorität und Bewertungsnoten erhalten, und Baugebiete  mit unterschiedlichen Gestaltungsformen eher negativ gewertet werden, hatte Herforst wohl nie eine Chance auf eine vordere Platzierung. Wir haben mit der gelungenen Umnutzung der ehemaligen Mädchenschule, dem ehemaligen Hotel Hemmerling, dem Pfarrhaus und altem Pfarrheim, dem ältesten Trierer Einhaus von Herforst in der Poststraße sowie einiger früherer landwirtschaftlicher Gebäude durchaus Vorzeigeprojekte.  Bei 505 Häusern allerdings ohne den notwendigen ortsbildprägender Charakter.

 

 

Herforst hatte  nie einen historischen Ortskern mit vielen charakteristischen Bauernhäusern , sondern wies eine dichte kleinteilige Bebauung auf. Natürlich bilden unsere Neubaugebiete einen großen Kontrast zum alten Ortskern. Durch diese ist Herforst aber seit 1980 um ca. 135 Häuser und um ca. 450 Mitbürger/innen angewachsen. Mit derzeit 1240 Einwohnern  haben wir die größte Einwohnersteigerung aller am Wettweberwerb beteiligten Gemeinden zu verzeichnen. Auch unser reges Vereinsleben, mit einer Vielzahl an vielen kulturellen Veranstaltungen, braucht keinen Vergleich zu scheuen. Wir können daher mit dieser Entwicklung zur beliebten Wohngemeinde nicht alles falsch gemacht haben.

 

 

Mit ca. 140  Arbeitsplätzen dürften wir auch bei der wirtschaftlichen Entwicklung weit vorne liegen. Natürlich hat etwa die Gemeinde Bettingen hinsichtlich der örtlichen Infrastruktur uns gegenüber die Nase vorn. Einiges liegt aber nicht in unser Hand, etwa das Fehlen einer Grundschule, die Möglichkeit einer touristischen Nutzung wegen des Fluglärms oder auchunternehmerische Entscheidungen von Dienstleistern. Manche sicherlich wünschenswerte Vorhaben lassen sich zudem wegen der direkten Nachbarschaft zum Unterzentrum Speicher nur begrenzt und nur mit viel unternehmerischem Mut und Einsatz verwirklichen. Das heißt für uns als Gemeinde aber nicht, solche Verbesserungen aus dem Auge zu verlieren bzw. aufzugeben.

 

Ich möchte den Arbeitskreismitgliedern Sigrid Heinemann, Linda Gillessen, Ute Faber, Gabi Szommer, Adalbert Meier, Franz-Rudolf Remmy, Gerhard Seemann, Josef Poss und Frank Scheiern für die vielen Stunden ihrer engagierten Mit- und Zusammenarbeit Dank sagen. Ein Dank geht auch an Margret Meier und Margit Pick für Kaffee und Imbiss beim Ortsbesuch der Kreiskommission sowie an Karl-Heinz Gillessen für die Mithilfe bei der Gestaltung unserer Präsentationsbroschüre und seinem  fototechnischen Sachverstand mit vielen Bildern.

 

 

Ein abschließendes Dankeschön auch an die Vereinsvertreter und Mitbürger/innen für ihre Teilnahme an der Vorstellung und beim Ortsrundgang.

Zwar ist im Moment der Frust  für alle Mitstreiter des Wettbewerb groß. Wir werden auf jeden Fall weitermachen bei dem, was wir verbessern können oder bereits angestoßen wurde, ob mit oder ohne Wettbewerb.  Auch ohne Platz "auf dem Treppchen"sind wir wir sicher: "Unser Herforst hat Zukunft"

 

Werner Pick, Ortsbürgermeister