Herforst verabschiedet sich von Norbert Schmitz

posted by: Pick Werner
Erstellt: 07 Februar 2017
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Schmitz NorbertAm Donnerstag, 02. Februar 2017 wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, vieler Freunde und Weggefährten Norbert Schmitz beigesetzt. Norbert Schmitz war in der Nacht zum Sonntag im Alter von 75 Jahren an seiner schweren Krebserkrankung verstorben.

 

Die Familie trauert um ihren treusorgenden Ehemann, Vater, Schwiegervater und Opa, die Gemeinde Herforst  um einen verdienten Gemeindebürger, der sich seit frühester Jugend immer ehrenamtlich für das Gemeinwohl eingesetzt hat. Norbert  Schmitz lag viel an der Kultur und der Heimatgeschichte, da er in einer kulturellen Vielfalt, insbesondere auch durch die Vereine und dem Verständnis für die Geschichte, die Grundlage für ein gutes Zusammenleben sah. Dies führte schließlich im Mai 1998 zur gemeinsamen Gründung des Heimat und Kulturvereins „Heerbischda Beschkläpa", deren Vorsitzender er bis zu seinem Tod geblieben ist.  Seine Liebe zur Heimatgeschichte und deren Erforschung ging aber weit über Herforst hinaus, u.a. im Arbeitskreis des Heimatmuseums der Verbandsgemeinde Speicher und im Landesmuseum. Mit der Gründung des Sportvereins  DJK Herforst 1967 wurde der Verstorbene mit 26 Jahren deren Gründungsvorsitzender. Bereits einige Jahre vorher war Norbert Schmitz Aktiver der örtlichen Feuerwehr geworden und dieser bis jetzt   noch als Mitglied der Alterswehr verbunden. Hilfe zu leisten, wenn Menschen in Not und Gefahr sind, war ihm immer eine Selbstverpflichtung. Der Verstorbene war über Jahrzehnte auch kommunalpolitisch aktiv: 30 Jahre als Mitglied des Gemeinderates,davon zwei Jahre als Beigeordneter  und 15 Jahre im Rat unserer Verbandsgemeinde Speicher. Dabei hat sich Norbert Schmitz sehr engagiert, auch durch seine berufliche Erfahrung als Bauingenieur und überzeugter Christdemokrat, mit Sach- und Fachverstand eingebracht.

 

Noch eine große Leidenschaft brachte die Kreativität des Verstorbenen zum Blühen. Die Bearbeitung des heimischen Sandsteins, dem er durch filigrane Steinmetzarbeiten ein Gesicht gab.

Unter seiner Federführung erfolgte auch die Rekonstruktion der Herforster Langmauer und die Erneuerung des Vorplatzes auf dem Friedhof, gemeinsam mit seinen Feuerwehrkameraden.

 

 

Beim Sterbeamt in der Pfarrkirche St. Eligius skizzierte Pastor Stephan Gerber noch einmal den Lebensweg des Verstorbenen, der immer auch vom tiefen Glauben geprägt war. Er hob dabei auch dessen Engagement  bei der Restaurierung der Lourdesgrotte und als Mitglied des Verwaltungsrates hervor. Ortsbürgermeister Werner Pick bezeichnete in seinen Abschiedsworten am Schluss des Gottesdienstes Norbert Schmitz als einen Weggefährten, dem sein Dorf besonders am Herzen lag,  ein „Heerbischa“ durch und durch und würdigte noch einmal seinen herausgehobenen Einsatz für die Dorfgemeinschaft. Für den Heimat- und Kulturverein sprach dessen stellvertretender Vorsitzende Gerhard Seemann Worte der Trauer und des Abschieds.

 

Mit seinem letzten großen Schaffens-, ja, persönlichem Lebenswerk, der Ortschronik „Daht Boach von Heerbischd“, hat Norbert Schmitz seinem Heimatort ein großes Vermächtnis hinterlassen, das uns in bleibender Weise an eine besonders markante Persönlichkeit unserer Gemeinde erinnert.

 

Werner Pick

Ortsbürgermeister