Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das zurückliegende Jahr war für viele Menschen sehr schwierig und mit zahlreichen Einschränkungen verbunden. Viele Veranstaltungen, die sonst unser Dorfleben bereichern, mussten abgesagt werden: Der Auftritt unserer Theatergruppe und das Heerbischda Fest entfielen ebenso wie der Kreativmarkt, der Martinsumzug und viele andere Veranstaltungen, die unser Leben verschönern. An dieser Stelle möchte ich nochmals all jenen danken, die versucht haben, die Situation mit ihren kreativen Ideen aufzufangen: Der Musikverein mit seinen Fensterkonzerten, seinem symbolischen Gang zum Festplatz und der Begleitung des Nikolaus, die Feuerwehr mit ihrem Umzug am Martinsabend soll hier beispielhaft  erwähnt werden.

2020 war aber auch ein Jahr, in dem sich vieles in unserem Dorf getan hat. Der Verkauf des bisherigen unrentablen Gemeindetraktors und die Anschaffung eines Neuen mit Zubehör ist hier zu nennen, die Rodung der gemeindeeigenen Fläche an der Langmauer als Grundlage für ein geplantes Insektenschutzprogramm konnte ebenso erledigt werden. Überfällige Bordsteinsanierungen in der Johannis- und  Rosenstraße konnten an eine Fachfirma vergeben werden. Die Ortsgemeinde hat in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der DJK eine Brunnenanlage zur Bewässerung des Rasenfußballfeldes auf den Weg gebracht, ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsserie unserer DJK! Die Änderung des Bebauungsplanes „Hasenpesch“ konnte abgeschlossen werden und die Erstellung des neuen B-Planes „Am Sportplatz“ schreitet trotz vieler Widrigkeiten voran. Die Aufgabe der Zukunft wird sein, weitere Flächen zur Erschließung zu bringen.
Herforst bekam in diesem Jahr in einer beispiellos guten Zusammenarbeit mit der Firma Innogy eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge am  Festplatz  und die Breitbandversorgung für schnelleres Internet erfolgte, außerdem wurde in den Stromanschluss für unseren Festplatz investiert.

Ein eigenes Thema ist unsere „Großbaustelle Kindergarten“: Die positive Weiterentwicklung unseres Kindergartenpersonals mit der Aufarbeitung von personellen Engpässen war ein vordringliches Unterfangen.  Installationsarbeiten im Keller unseres Kindergartens waren ebenso notwendig wie die Umsetzung der neuen Brandschutzverordnungen und der Forderungen der Unfallkasse  sowie die Verkehrsberuhigung  der Römerstraße in Höhe des Kindergartens mittels Bodenschwellen. Die defekte Sonnenblende über dem Vorbau musste abmontiert und durch Klimatechnik ersetzt werden. Ein neuer Sandkasten wurde gebaut, neue große Haushaltsgeräte für die Küche wurden angeschafft, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Eine Entrümpelung der Kellerräume war ebenso notwendig. Aber – der Kindergarten wird weiterhin zentrale Aufgabe bleiben! In den kommenden Monaten muss entschieden werden, ob der Kindergarten erweitert werden kann oder gar ein Neubau erfolgen muss. Der Gemeinderat steht in enger Zusammenarbeit mit dem Kitapersonal, um hier die optimale Umsetzung zu erreichen.
Eine der letzten Aktionen in diesem Jahr war die aufwendige Außenrenovierung unseres Gemeindehauses, die wegen starkem Flechtenbefall der Fassade dringend notwendig geworden war, um größeren Schaden abzuwenden. Viele Bau- und Grundstücksangelegenheiten konnten erfolgreich umgesetzt werden.
Die Liste der genannten Projekte ist nicht vollständig und würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Betonen möchte ich aber auch, dass vieles nur durch die Eigenleistungen engagierter Mitbürger zustande kommen konnte. Der reibungslose Ablauf so vieler Aktionen, Einsätze und Anschaffungen bedarf eines guten Fundamentes. Dieses Fundament stellt für mich unser Gemeinderat dar, in dem sich alle Beteiligten fraktionsübergreifend  um gutes Einvernehmen und produktive Zusammenarbeit bemüht haben. An dieser Stelle eine herzliches Dankeschön meinerseits mit besonderer Nennung meiner Beigeordneten und der Fraktionssprecher.
Viele Mitbürger haben sich ehrenamtlich engagiert, sei es beim Abriss der alten Grillhütte noch im alten Jahr, den vielen kleinen und großen Herausforderungen bei der Instandhaltung von Kita und Gemeindehaus bezüglich Elektrik, Heizung und Sanitär, wo wie selbstverständlich die Mitglieder des Gemeinderates, der Tischtennisabteilung sowie des Musikvereins eingesprungen sind wenn „Not am Mann“ war. Ich danke dem Administrator unserer Homepage für die Neugestaltung unserer Internetseite, die er mit viel Fleiß und Herzblut für uns alle am Laufen hält. Ein herzliches Dankeschön an alle, die, auf welche Art auch immer, sich für die Allgemeinheit und das Ortsbild einbringen, meist still und leise…
Vielen Dank an die Angestellten der Ortsgemeinde für ihre gute Arbeit, ihre Loyalität und Belastbarkeit in so mancher schwierigen Situation. Ich bin persönlich stolz auf die überragenden Leistungen, die ihr in diesem Jahr erbracht habt.
Ein weiterer großer Dank geht an die Sponsoren, die unsere Arbeit auf vielfältige Weise unterstützen. Dies gilt nicht zuletzt auch unseren ansässigen Gewerbebetrieben, ohne deren Hilfe so manches Projekt nicht umzusetzen gewesen wäre. Aber auch für die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Verbandsgemeindeverwaltung in Speicher bin ich ausgesprochen dankbar, die stets mit Rat und Tat  zur Seite stehen.
Das kommende Jahr liegt vor uns: Viele Aufgaben stehen in Herforst noch an. Ich hoffe sehr, dass die Veranstaltungen, die sonst unseren Jahreskreis geprägt haben, wieder stattfinden können. Wie schön wäre es, wenn wir im Juli wieder zum Heerbischda Fest einladen könnten…
Aber wir sollten zur Jahreswende auch innehalten und an die  Menschen aus unserem Dorf denken, die uns im vergangenen Jahr für immer verlassen haben. Jedes Gesicht hat mal unsere Dorfgemeinschaft geprägt, war z.T. über Jahrzehnte nicht wegzudenken und wird fehlen - den Angehörigen ganz besonders.
Ich wünsche Ihnen allen zum Jahresbeginn viel Optimismus und vor allen Dingen Gesundheit und Wohlergehen. Möge Gottes Segen Sie durch das kommende Jahr begleiten, in dem wieder viele Herausforderungen und Veränderungen auch in Herforst auf uns warten.

Abschließen möchte ich mit einem Zitat unseres ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann: „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.“
Ihre
Sigrid Heinemann
(Ortsbürgermeisterin)