Es hört nicht auf…

Leider ist es in den vergangenen Wochen immer wieder zu illegalen Ablagerungen in unserer Gemeinde gekommen. Sperrmüll jeglicher Art wird in Hecken und Büsche geworfen. Der Bereich der Sammelcontainer scheint auch eine magische Anziehungskraft für Leute zu haben, die noch nicht wissen, dass man Sperrmüll ganz einfach über die A.R.T. entsorgen kann, kostenfreie Abholung an der Hausadresse, ganz ohne Aufwand, es braucht nur einen Anruf oder eine Email zur Terminabsprache. Eine Anlieferung bei Nacht und Nebel ist also nicht nur völlig unnötig sondern auch ausgesprochen dumm.

Ganz elend finde ich, dass es Leute gibt, die am hellichten Tage oder auch des nachts sich ihres Bauschuttes an der Grüngutannahmestelle entledigen. Ich wiederhole an dieser Stelle nochmals, dass es sich dabei um eine private Initiative handelt. Der Täter entledigt sich seines illegalen Abfalls auf einem privaten Grundstück!

Zum Glück gibt es eine Menge Bürger mit Zivilcourage, die ihre Beobachtungen an die entsprechenden Stellen weitergeben oder gar die Täter zur Rede stellen und sie auffordern, ihren Abfall wieder mitzunehmen. So geschehen mehrmals an der Grüngutannehmestelle und auch am Waldrand, wo sich  Anwohner ihres Mülls in Plastikbeuteln am Waldweg entledigen wollten. Ein Bürger hat sogar in Eigeninitiative illegalen Müll in Plastiksäcken untersucht auf Hinweise, die zum Täter führen. Wie entsetzlich peinlich, wenn man bei einer solchen Tat erwischt wird! 

So konnten also schon einige, auch gar Herforster Anwohner, auf frischer Tat ertappt  werden. In mehreren Fällen ist es auch zu Anzeigen gekommen. Schade, dass man zu solchen Mitteln greifen muss.

Nach wie vor besteht auch das Problem mit Hundekot. Nachdem die Ortsgemeinde die Anzahl der Abfallbehälter und Kotbeutelspender deutlich aufgerüstet hat, ist es etwas besser geworden. Dennoch entwickelt sich auch dort wieder ein Syndrom, das man nicht verstehen muss: Die benutzten Beutel werden in Hecken gestopft (z. B. Ecke Grünstraße/Birkenstraße) oder auf Privatgrundstücke (z. B. Römerstraße) geworfen, immer an den gleichen Stellen, obwohl in unmittelbarer Nähe sich Mülltonnen befinden. Dass dies die Anwohner ärgert, ist wohl klar. Viele Hundebesitzer halten sie an die Ordnung und heben die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge auf und entsorgen sie ordnungsgemäß, das sollte auch einmal gesagt werden! Umso ärgerlicher, dass es Leute gibt, die den Hundehaltern die Lobby zerstören. Das Problem befindet sich nicht vorne sondern hinten an der Leine!

Ich rufe hiermit alle Bürger auf, aufmerksam ihre Umwelt zu betrachten und solche Vorgänge unbedingt zu melden! Nur so können wir dieser Unart entgegentreten. Ich möchte mich an dieser Stelle bei all denen bedanken, die bisher aktiv durch das Melden von Zuwiderhandlungen den Natur- und Umweltschutz unterstützen.

Sigrid Heinemann

Ortsbürgermeisterin