Eifelkreis untersagt Großveranstaltungen über 1000 Teilnehmer, Meldepflicht für öffentliche Veranstaltungen ab 100 Teilnehmer

posted by: Heinemann Sigrid
Erstellt: 15 März 2020
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Eifelkreis untersagt Großveranstaltungen über 1000 Teilnehmer, Meldepflicht für öffentliche Veranstaltungen ab 100 Teilnehmer

 

Schulen werden bis Ende der Osterferien auch für Vereins- und Breitensport geschlossen

Kreisvolkshochschule und Musikschule des Eifelkreiseswenden auch die allgemeine Schließungsregelung der Landesregierung für Schulen an. 

Die Kreisverwaltung bittet um Terminvereinbarung bei besonderen Behördenangelegenheiten, wenn telefonische Auskünfte nicht ausreichen.

 

Der Eifelkreis untersagt entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts Großveranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern. Dazu hat der Landrat eineAllgemeinverfügung erlassen. Die Allgemeinverfügung bezieht sich auf Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und umfasst auch kombinierte Veranstaltungen wie Messen mit verkaufsoffenem Sonntag. Reine Freiluftveranstaltungen sind weiterhin erlaubt, da den Menschen in der Regel ein Abstand von mehr als einem Meter zu anderen Menschen möglich ist. Überall dort, wo dichtes Gedränge ohne Ausweichmöglichkeiten entsteht, ist auf die 1000-Teilnehmer-Grenze zu achten. Die 1000 Teilnehmer errechnen sich auch aus der Summe an Menschen in verschiedenen Räumen, wenn mit einem wesentlich höheren und mehrfachen Personenaufkommen als normal zu rechnen ist, wie dies sich bei verkaufsoffenen Sonntagen darstellt.

 

Gleichzeit führt die Kreisverwaltung eine Meldepflicht für Veranstaltungen über 100 Teilnehmer ein. Die Allgemeinverfügung ist zunächst befristet bis Ende April 2020.Meldungen bitte an die Kreisverwaltung – Kreisordnungsbehörde – richten, gerne auch an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Grundsätzlich bleibt es bei der Empfehlung, alle nicht notwendigen Veranstaltungen abzusagen und zu verschieben.

 

Entsprechend der Schließung von Kindertagesstätten und Schulen in Rheinland-Pfalz schließt der Eifelkreis seine Sporthallen verbunden mit Umkleiden und Nassräumen für den Vereins- und Breitensport. Wir orientieren uns an der Entscheidung des Landes, zunächst befristet bis zum Ende Osterferien.

 

Grünes Licht gibt der Landrat, vorbehaltlich anderer Entscheidungen des Landes oder der Schulleitungen, für die Schulabschlussfeiern von Schulen, wenn dort die Grenze von 1000 Personen nicht überschritten wird: „Schüler und Lehrer, Eltern und Kinder, die sowieso regelmäßig Kontakt haben, wollen wir nicht des wichtigsten Tages ihrer Schullaufbahn 

berauben. Wer zehn oder 13 Jahre gelernt hat, soll den Abschluss auch feiern.“

Die Kreisverwaltung bittet darum, die Programme zeitlich zu kürzen, in möglichst große und gut gelüftete Räume auszuweichen. Wichtig sei auch, Risikogruppen zu identifizieren. Für Risikogruppen innerhalb der Schülerschaft sei es ratsam, die feierliche Überreichung des Zeugnisses an den Anfang der Zeremonie zu setzen, um ihnen dann das Verlassen der Feierlichkeit zu ermöglichen.

Risikogruppen außerhalb der Schülerschaft, wie ältere Personen, Herz- Kreislauferkrankte, Diabetiker, Schlaganfall- oder Krebspatienten sowie Immungeschwächte, bleiben den Veranstaltungen aus Eigenschutz besser fern.

 

Für noch eventuell ausstehende Skifreizeiten oder Klassenfahrten bittet das Gesundheitsamt des Eifelkreises, die Notwendigkeit der Fahrt zu überdenken. So mussten zwei Schulklassen für je 14 Tage unter Quarantäne gestellt werden, die aus Südtirol kamen. Positiv getestete Fälle ergaben sich bei Urlaubern aus Ischgl und St. Anton in Österreich. Selbst für den Fall, dass das Zielgebiet noch nicht zu einem anerkannten Risikogebiet gehöre, erhöhe sich die Gefahr eines Infekts mit dem Coronavirus. Da junge Menschen in der Regel gut durch die Krankheit kommen, ist auch weniger der Infekt eines jungen Menschen das Problem, sondern die damit verbunden Umstände der Isolation, der Heimfahrt und der Quarantäne in der Familie. Hier ist jeweils, auch von den Eltern, eine verantwortungsvolle Risikoabwägung vorzunehmen.

 

Im Zuge des Präventionsschutzes und der Aufrechterhaltung der behördlichen Infrastruktur bittet der Landrat von persönlichen Vorsprachen in der Kreisverwaltung abzusehen. Zuerst soll die Möglichkeit der telefonischen Auskunft genutzt werden oder der Weg über E-Mail. Bei notwendigen persönlichen Terminen ist eine vorherige Absprache auf den genannten Wegen mit dem Sachbearbeiter sinnvoll. Landrat Streit: „Ich will für die Bürger die Dienstfähigkeit der Mitarbeiter und damit der gesamten Kreisverwaltung aufrechterhalten, deshalb sollten möglichst alle Anfragen mündlich oder schriftlich erfolgen.“ Diese Maßnahme gilt bis auf Widerruf. Kunden der Kfz-Zulassungsstelle können auch den Service privater Zulassungsdienste nutzen. 

 

Die Kreisverwaltung hat sich bereits am 5. März zur Bewältigung der Coronakrise stabsmäßig organisiert.

Zusätzlich zu einem internen Verwaltungsstab hat der Landrat einen erweiterten Krisenstab Corona einberufen, der regelmäßig tagt, um Maßnahmen für den Bevölkerungsschutz einzuleiten und die Verwaltung mit Fachwissen zu unterstützen.Der erweiterte Krisenstab ist u.a. mit Vertretern des DRK, der Krankenhäuser Bitburg und Prümder Ärzteschaft, der Bereitschaftsdienstzentrale, der Polizei, Vertretern der Stadt Bitburg und der Verbandsgemeinden sowie der Medical Group der Air Base Spangdahlem und dem Kreisfeuerinspekteur besetzt.

 

Zum Zeitpunkt der PM sind Kreisgebiet 6 Menschen mit dem Virus infiziert. Schwere Krankheitsverläufe sind uns nicht bekannt. Wir wünschen den Betroffenen gute Besserung.

 

Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, 13.03.2020