Störung der Jagdausübung auf der Gemarkung Herforst

posted by: Heinemann Sigrid
Erstellt: 21 Oktober 2019
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Aus aktuellem Anlass sei darauf hingewiesen, dass es verboten ist, die Jagdausübung vorsätzlich zu stören (§26 Landesjagdgesetz, Landesrecht Rheinland- Pfalz).

 

Seit geraumer Zeit kommt es regelmäßig vor, dass Bürger unseres Ortes mit Pkw Feld- und Waldwege widerrechtlich befahren.  Diese Wege sind ausschließlich der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung vorbehalten; sie als „Spazier-Fahr-Wege“ oder Abkürzungen zu missbrauchen ist verboten. Besonders das Befahren und auch Bewandern  in der Dämmerung und Dunkelheit stellt eine hochgradige Ruhestörung des Wildes dar, welches ohnehin zu allen Tages-und Nachtzeiten durch Jogger, Rad-, Motorrad- und Quadfahrer gestört wird, die gar ab von den Waldwegen quer durch den Forst laufen und fahren. Die einheimischen Wildtiere des Waldes sind keine nachtaktiven Tiere, jedoch werden sie durch die ständigen Ruhestörungen dazu gemacht! Diese Störungen machen die notwendige Jagdausübung oftmals unmöglich, so dass die vorgegebenen Abschusszahlen schwerlich einzuhalten sind.

 

Entgegen der weitverbreiteten Meinung, Hunde dürften im Wald stets frei laufen, ist dies ebenfalls dann ordnungswidrig, wenn sie unbeaufsichtigt in einem Jagdbezirk umherlaufen.

 

Ein Verstoß liegt dann vor, wenn ein Hund sich außerhalb der Sicht- und Rufweite des Hundeführers befindet und der Hundeführer nicht tatsächlich die Möglichkeit hat, die Kontrolle über das Tier auszuüben. Diese Vorschrift dient nicht nur dem Schutz des Wildbestandes, sondern auch dem der übrigen Waldbesucher.

 

Da die vorgenannten Zuwiderhandlungen überhand nehmen, komme ich den vielfachen Bitten nach, hierauf hinzuweisen. Ab sofort werden deshalb auch entsprechende Kontrollen durchgeführt. Es wäre erfreulich, wenn es keinen Grund zur Verhängung von Bußgeldern gäbe.

 

Sigrid Heinemann
Ortsbürgermeisterin